Zukünfte erfahrbar machen – statt sie vorherzusagen
Wie können wir über Zukunft nachdenken, wenn sie noch nicht existiert?
Speculative Design ist ein Ansatz, der genau hier ansetzt:
Er entwirft mögliche Zukünfte – nicht als Prognosen, sondern als erlebbare Gedankenexperimente.
In meinem Atelier Adaptive Wonderland nutze ich Speculative Design, um Räume zu öffnen, in denen Organisationen, Teams und Individuen ihre eigenen Vorstellungen von Zukunft hinterfragen, erweitern und neu gestalten können.
Was ist Speculative Design?
Speculative Design arbeitet nicht mit Wahrscheinlichkeiten, sondern mit Möglichkeiten.
Statt zu fragen:
„Was wird passieren?“
fragt es:
„Was könnte passieren – und was bedeutet das für uns?“
Dabei entstehen:
spekulative Szenarien
narrative Zukunftswelten
prototypische Artefakte
irritierende Perspektiven
Diese machen Zukunft sichtbar, greifbar und diskutierbar.
Warum Speculative Design heute relevant ist
Viele Organisationen stehen vor der gleichen Herausforderung:
Zukunft ist unsicher
klassische Planung greift zu kurz
Entscheidungen müssen trotzdem getroffen werden
Speculative Design schafft hier einen anderen Zugang:
Es verschiebt den Fokus von
→ Kontrolle
hin zu
→ Orientierung
Und ermöglicht:
neue Perspektiven auf komplexe Themen
ein tieferes Verständnis von Konsequenzen
fundiertere Entscheidungen unter Unsicherheit
Mein Ansatz bei Adaptive Wonderland
Als Atelier für gestaltbare Zukünfte verbinde ich Speculative Design mit:
Futures Thinking
systemischen Perspektiven
mehr-als-menschlichen Inspirationen (z.B. aus der Tierwelt)
Das bedeutet:
Zukunft wird nicht nur gedacht, sondern
→ erzählt, gebaut und erlebt
Ein Beispiel ist das Projekt Temporal Ecospheres:
Hier entstehen Zukunftsszenarien auf Basis von Zeitverständnissen aus der Tierwelt – als Einladung, eigene Zeitlogiken zu hinterfragen.
Was durch Speculative Design entsteht
Speculative Design ist kein Selbstzweck.
Es schafft konkrete Wirkung:
Klarheit über implizite Annahmen
neue Handlungsoptionen
gemeinsame Zukunftsbilder
stärkere Vorstellungskraft in Teams
Oder anders gesagt:
Entscheidungen verändern sich,
wenn sich das Bild von Zukunft verändert.
Formate & Zusammenarbeit
Speculative Design kann in unterschiedlichen Formaten stattfinden:
Futures Labs
Future Experiences (spekulative Artefakte & Szenarien)
Masterclasses
Je nach Kontext entstehen daraus:
strategische Orientierung
narrative Zukunftsbilder
konkrete Prototypen
Speculative Design in München
Adaptive Wonderland ist ein Atelier mit Sitz in München.
Ich arbeite:
vor Ort in München
deutschlandweit
international
und mit Organisationen aus:
Medien & Journalismus
Design & Innovation
Bildung & Forschung
FAQ – Speculative Design
Was ist Speculative Design nicht?
Speculative Design ist keine Methode zur Vorhersage der Zukunft.
Es geht nicht darum:
Trends möglichst genau zu extrapolieren
„richtige“ Szenarien zu entwickeln
strategische Sicherheit zu erzeugen
Stattdessen schafft Speculative Design bewusst Irritation und Möglichkeitsräume.
Es arbeitet mit Fragen, nicht mit Antworten.
Was ist der Unterschied zu Zukunftsforschung oder Futures Thinking?
Zukunftsforschung und Futures Thinking arbeiten häufig analytisch:
Trends analysieren
Szenarien strukturieren
Entwicklungen einordnen
Speculative Design ergänzt diese Perspektiven um eine andere Qualität:
→ Zukunft wird erlebbar
Das passiert durch:
narrative Formate
spekulative Artefakte
konkrete Szenarien
Während Futures Thinking Orientierung schafft,
macht Speculative Design Zukunft spürbar und verhandelbar.
Was ist der Unterschied zu Design Thinking?
Design Thinking zielt darauf ab, bestehende Probleme zu lösen.
Speculative Design stellt oft zuerst die Frage:
„Ist das überhaupt das richtige Problem?“
Es verschiebt den Fokus von:
Lösung → hin zu Möglichkeit
Optimierung → hin zu Perspektivwechsel
Beide Ansätze können sich sinnvoll ergänzen –
arbeiten aber auf unterschiedlichen Ebenen.
Was sind Erfolgsfaktoren für Speculative Design?
Speculative Design entfaltet seine Wirkung nicht automatisch.
Entscheidend sind:
Offenheit für Irritation
Nicht jede Idee muss realistisch sein.
Gute Rahmung
Die spekulativen Elemente müssen anschlussfähig bleiben.
Verbindung zu realen Entscheidungen
Was bedeutet das konkret für heute?
Qualität der Narrative
Je erfahrbarer die Zukunft, desto stärker die Wirkung.
Für wen ist Speculative Design geeignet?
Speculative Design ist besonders hilfreich für:
Organisationen in Transformationsprozessen
Innovations- und Strategieteams
Bildungs- und Forschungsinstitutionen
Immer dann, wenn:
→ bekannte Denkweisen nicht mehr ausreichen
Kontakt
Du möchtest Speculative Design in deinem Kontext einsetzen
oder herausfinden, welches Format passt?
Case Study
Von Zukunftsdenken zu erfahrbaren Zukünften
Speculative Design hilft dabei, mögliche Zukünfte nicht nur zu beschreiben, sondern erfahrbar zu machen. Durch Artefakte, Szenarien, Zukunftswelten und immersive Formate entstehen konkrete Anknüpfungspunkte für Diskussion, Reflexion und neue Perspektiven.
Ein Beispiel dafür ist Temporal Ecospheres – ein laufendes Forschungs- und Speculative-Design-Projekt, das untersucht, was wir von wilden Tieren über einen gesünderen Umgang mit Zeit lernen können.
Ausgehend von Tierverhalten, Zukunftsforschung und Worldbuilding entstehen spekulative Artefakte, Workshops und Zukunftsszenarien, die dazu einladen, unsere Beziehung zu Zeit neu zu denken.